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Wie klang das Kiezkonzert 2022

Am 10. Juni war es wieder soweit: Mozart, Bach, Beethoven & Co. belebten bei strahlendem Sonnenschein den Helene-Weigel-Platz in Marzahn. Als Rückblick nehmen wir Sie mit auf (k)eine klassische Reise – denn das Orchester kommt auf Wunsch auch nach ihrem Auftritt zu Ihnen ins Wohnzimmer.

Die Kooperation „Konzerthaus meets degewo“ ist eines der größten Musikprojekte der Stadt. Ein Highlight dieser Kooperation ist das jährlich stattfindende Kiezkonzert in Marzahn. 2020 coronabedingt auf 2021 verschoben, begeisterte das hypride Konzerterlebnis live vor Ort und vor den Bildschirmen zu Hause. Und 2022? Am 10. Juni fand das Konzert endlich wieder live und in Farbe auf dem Helene-Weigel-Platz in Marzahn statt.

Digitale Welten im Konzerthaus und zu Hause

Genau an dem Tag hatten Sie etwas vor? Und haben es auch sonst noch nie zu einem klassischen Konzert geschafft? Dann sollten Sie die digitale Welt des Konzerthauses Berlin besuchen. Oder besser gesagt: Das Konzerthaus kommt zu Ihnen, auch auf die Couch. Streaming, Spiele, Virtual und Augmented Reality, und überall ist Musik drin! Das Motto: Mitmachen und ausprobieren statt still sitzen und berieseln. Anders als das steinerne Pendant am Gendarmenmarkt hat das Konzerthaus digital 24 Stunden für Sie geöffnet.

Das Orchester im eigenen Wohnzimmer

Warum nicht gleich ein ganzes Orchester im eigenen Wohnzimmer? Kein Problem, dank Augmented Reality (AR). AR steht für eine erweiterte Realität – das, was wir mit unseren Augen sehen, wird um digitale Komponenten ergänzt. Die AR-App „Konzerthaus Plus“ beamt Ihr ganz persönliches Quartett an Ort und Stelle. Einfach die App laden und schon starten die Musikerinnen und Musiker vor ihren Augen mit einem virtuellen Konzert. Ganz egal ob im Park oder der Wohnung, Musik findet überall ihren Platz.

Selbst komponieren mit Virtual Reality

In einer virtuellen Realität (VR) entsteht mit Hilfe der passenden VR-Brille eine völlig neue Welt, wie zum Beispiel die von Umwelten („ˈʊmˌvɛltn̩“). In Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin haben Komponist Mark Baden und Visual Artist Julian Bonequi ein völlig neues, musikalisches Erlebnis erschaffen. Wie in einer Art Wachtraum erleben die Nutzerinnen und Nutzer eine digitale Welt, in der sie ihre eigene Komposition gestalten können. Wer keine passende Brille zur Hand hat, kann dieses besondere Erlebnis auch per Smartphone oder Tablet entdecken.

Das Konzerthaus Berlin und degewo: Gemeinsam für Berlin

Seit 2011 verbindet das Konzerthaus Berlin und degewo eine einzigartige Partnerschaft. Gemeinsam unterstützen wir Kinder und Jugendliche bei der musikalischen Frühbildung. Musikunterricht in den degewo-Quartieren und Besuche im Konzerthaus führen die jungen Menschen an klassische Musik heran und wecken Begeisterung und schlummernde Talente.

Ein architektonisches Meisterwerk der Hauptstadt

Das 1821 von Karl Friedrich Schinkel erbaute Konzerthaus steht auf einem der schönsten Plätze Berlins, dem Gendarmenmarkt. Eingerahmt vom Deutschen Dom und Französischen Dom bildet es den Mittelpunkt des Ensembles und ist eins der Meisterwerke klassizistischer Architektur in Deutschland.

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Im Wandel der Zeit: Das Gebäude hieß ab 1821 Königliches Schauspielhaus, ab 1919 Preußisches Staatstheater und seit 1984 Konzerthaus Berlin

Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, wurde es von 1976 bis 1984 außen originalgetreu und innen in historisierender Form als Konzerthaus wiederhergestellt. Seit 1992 heißt es, der neuen Nutzung entsprechend, „Konzerthaus Berlin“. In seinen vier Spielstätten finden jährlich über 550 Veranstaltungen statt, einige davon schrieben Geschichte. So erlebte Beethovens 9. Sinfonie in diesem Haus seine Berliner Erstaufführung.