Mosaikkunst © Credits: Cathrin Bach
Nachbarschaft | Marzahn

Kunst und Kultur entlang der „Klang & Kunst“-Promenade

Von Juni bis Ende August ist einiges los in Marzahn: Auf der „Klang & Kunst“-Promenade erwarten Sie über 20 künstlerische Aktionen der Universität der Künste, Ausstellungen der Neuen Kunstinitiative im Projektraum „Galerie M“ und Konzerte der Musikerinnen und Musiker der lokalen Hans-Werner-Henze-Musikschule.

Der Besuch der Marzahner Promenade lohnt sich also gleich doppelt – denn auch die Kunst im öffentlichen Raum kann sich sehen lassen. Die Großsiedlung Marzahn-Hellersdorf bietet mit ihren vielen offenen Plätzen viel Freiraum für Kunst und Kultur.

Bild an Steinwand
Eines der Kunstwerke aus „Werte. Winter. Wunderland“: Hier gestalten Künstler mit finanzieller Unterstützung von degewo die vertikalen Ziegelstreifen an den degewo-Gebäuden mit Streetart-Techniken.
Graffiti an Wand gesprüht © Cathrin Bach
Eines weiteres der Kunstwerke aus „Werte. Winter. Wunderland“
Bemalte Gebäudewand © Cathrin Bach
Walter Womackas Mosaik im Abendsonnenlicht

Beim Flanieren Kunst und Architektur entdecken

Auf der rund 1,3 Kilometer langen Einkaufs- und Flaniermeile gibt es neben Geschäften und Cafés zahlreiche Kunstwerke zu entdecken. Diese sollten Sie auf keinen Fall verpassen:

Denkmal der „Erbauer Marzahns" © Cathrin Bach
Denkmal der „Erbauer Marzahns“: Karl Hillert setzte 1988 – mit Hilfe von Karl-Günter Möpert – den Erbauern des damals neu entstehenden Bezirks ein Denkmal. Zwei Bauarbeiter in Beobachtungsstellung, drei Meter hoch und in Bronze gegossen.
Buntes Wandbild an Mauer © Cathrin Bach
Wandmosaik „Arbeit für das Glück des Menschen“: Der Künstler Walter Womacka schuf 1989 ein sieben Meter breites und viereinhalb Meter hohes Wandmosaik. Das beleuchtete Kunstwerk schafft eine Symbiose aus Mensch, Technik, Natur und Kultur.
Frau geht Treppe hoch. © Cathrin Bach
Treppenbrunnen mit Sandsteinfiguren: Einen ganz besonderen Brunnen entwarf Nicolas Bode. Es entsteht ein Eindruck von Pflanzkübeln und doch sind es mehrere Betonschalen und Sandsteinfiguren.
Marzahner Promenaden mit Bänken © Cathrin Bach
Drehbare Sitzmöbel in Orange: Das Architekturbüro Zimmermann und Birke gestaltete Sitzgelegenheiten, die einmalig in Berlin sind: Drei große, orangefarbene Sitzbänke lassen sich in alle Richtungen drehen und geben immer wieder eine neue Sicht frei.

Projektraum Galerie M: Kunst über Bezirksgrenzen hinaus

Seit 2018 bespielt die KUNSTinitiative Marzahn-Hellersdorf die ehemalige Galerie M. Der Ausstellungs- und Werkraum ist ein lebendiges Atelier für Künstlerinnen und Künstler, die in Marzahn leben und arbeiten. Dabei steht der Bezirk als Großsiedlung sowie die Nachbarschaft im Fokus. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich auf unterschiedlichsten Wegen in die Projekte einbringen. In dem Projekt „Werte. Winter. Wunderland“ gestalteten Künstler die vertikalen Ziegelstreifen an den degewo-Gebäuden mit Streetart-Techniken.

degewo unterstützt die Marzahner Promenade

Eine auto- und barrierefreie Flaniermeile für Jung und Alt, mitten im Kiez: Die Marzahner Promenade ist die Anlaufstelle in Marzahn für Kultur, Einkauf, Dienstleistungen und Freizeit. degewo unterstützt die Marzahner Promenaden-Initiative MPromI, die sich unter anderem für die Verschönerung der Flaniermeile einsetzt. Aktuelle Informationen finden Sie hier:

Für Familien und Sportbegeisterte

Der Victor-Klemperer-Platz ist ein beliebter Treffpunkt und bietet zahlreiche Möglichkeiten zu verweilen und zu toben. Eine umlaufende Sitzmauer und Bänke unter neu gepflanzten Bäumen rahmen die großzügige Brunnenanlage ein. Für Sportbegeisterte stehen zehn unterschiedliche Trainingsgeräte – vom Airwalker bis zum Cross-Trainer – zur freien Nutzung. Für die Kleinen lädt der Spielplatz unmittelbar vor der Kinder- und Jugendeinrichtung FAIR und dem Freizeitforum Marzahn mit Schwimmbad, Sporthalle und Bibliothek zum Erkunden ein.

Mit dem Wohnungsleerstand kamen neue Herausforderungen

Nach der Entstehung der Großwohnsiedlung Marzahn wurde die Marzahner Promenade in den 1970er Jahren vom Kollektiv um den Architekten Wolf-Rüdiger Eisentraut geplant und bis Ende der 1980er Jahre gebaut. Sie galt viele Jahre lang als beliebte Einkaufsmeile: Vom S-Bahnhof Marzahn bis zum Freizeitforum Marzahn reihten sich in mehreren Abschnitten Einzelhandel, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen sowie kleinere Cafés, Freizeit- und Kultureinrichtungen aneinander. Doch seit Beginn der 1990 Jahre setzte der Wohnungsleerstand ein. Und spätestens mit der Eröffnung des Einkaufscenters Eastgate am S-Bahnhof Marzahn verlor die Flaniermeile an Besucherzahlen, Bedeutung und Anziehungskraft.

Historisches Bild der Marzahner Promenaden © Bundesarchiv, Bild 183-1987-1111-013 / Zimmermann, Peter / CC-BY-SA 3.0
Die Marzahner Promenade Ende der 1980er-Jahre
Historisches Bild einer Gaststätte in den Marzahner Promenaden © Bundesarchiv, Bild 183-1989-0906-024 / Zimmermann, Peter / CC-BY-SA 3.0
Die Marzahner Promenade Ende der 1980er-Jahre: Gaststätte "Zur Promenade"

Die Marzahner Promenade wird wiederentdeckt und gefördert

Heute gehört die Marzahner Promenade zu einem von neun Zentren, die durch ein Bund-Länder-Programm gefördert werden. So werden Maßnahmen zur Erneuerung und Neugestaltung des öffentlichen Raumes finanziert. Dass sich das lohnt, zeigt der neugestaltete Victor-Klemperer-Platz und der 12.000 m² große Marktplatz im Zentrum der Promenade. Er ist nun Mittelpunkt für zahlreiche Veranstaltungen.