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Wohntipps

So schützen Sie sich vor Betrug an der Haustür, Enkeltricks und Co.

Zu Hause fühlen sich die meisten Menschen am sichersten. Doch auch dort versuchen Kriminelle ihr Glück. Oft sind es ältere Menschen, die Opfer der betrügerischen Maschen an der Haustür und am Telefon werden. Damit das nicht passiert, zeigen wir bei degewo, wie Sie sich vor Betrug schützen können und im Zweifelsfall verhalten sollten.

Uns bei degewo liegt Ihre Sicherheit sehr am Herzen. Deswegen haben wir Tipps zusammengestellt, wie Sie sich gegen Betrugsversuche an der Haustür und am Telefon schützen können.

Haustürbetrug: Das sind die Tricks der Betrüger

Kriminelle an der Haustür schlüpfen in unterschiedliche Rollen. Mal sind es Handwerker, die spontan eine Dienstleistung verkaufen wollen, mal vermeintliche Hilfsbedürftige, die um ein Glas Wasser bitten oder auf die Toilette müssen. Auch als Mitarbeiter der Stadtwerke, Polizisten oder Sanitäter geben sich die Betrüger aus. Andere werden versuchen, eine Spende für wohltätige Zwecke zu bekommen oder wollen mit Ihnen ein Abo abschließen. Wieder andere geben sich als „Falschgeldprüfer“ oder Mitarbeiter Ihrer Bank aus. Ziel der Kriminellen ist es immer, in Ihre Wohnung zu gelangen und dort Geld oder Wertgegenstände zu stehlen.

Haustürbetrug: So verhalten Sie sich richtig

  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie nur Handwerker herein, die von degewo beauftragt wurden oder mit denen Sie selbst einen Termin gemacht haben. Sind Sie unsicher, ob Handwerker in unserem Auftrag handeln, rufen Sie unsere Zentrale Kundenberatung unter (030) 2 64 85 -5000 an. Sollten unangekündigt Handwerker des Wasser- oder Gaswerks, des Strombetreibers oder anderer Firmen vor Ihrer Tür stehen, wenden Sie sich zuerst an die entsprechende Stelle.
  • Werden Sie bedrängt, rufen Sie laut um Hilfe.
  • Öffnen Sie die Tür erst nachdem Sie durch den Spion geschaut haben und nur mit vorgeschobenem Riegel.
  • Echte Amtspersonen wie Polizisten zeigen Ihnen immer den Dienstausweis mit den Echtheitsmerkmalen Stempel und Foto. Sollten Sie skeptisch sein, rufen Sie bei der Polizei an und fragen Sie, ob es sich tatsächlich um Polizisten handelt. Lassen Sie sich die Nummer der Polizei nicht von den womöglich betrügerischen Amtspersonen geben, sondern recherchieren Sie sie selbst, z. B. hier.
  • Nehmen Sie keine Pakete für Nachbarn an, für die Sie per Nachnahme bezahlen sollen.
  • Machen Sie keine Geldgeschäfte an der Tür oder wechseln Fremden Geld.

Wenn Sie in Gefahr sind, wählen Sie die 110

Sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt, zögern Sie nicht, die Polizei anzurufen. Das geht schnell mit dem Notruf 110 oder per Anruf bei Ihrer zuständigen Polizeidienstelle.

Enkeltrick: So schützen Sie sich vor der Abzocke

Die Masche ist immer dieselbe: Ein vermeintlicher Angehöriger – oft der Enkel – ruft wegen einer akuten Notlage an. Er brauche Geld, könne es aber nicht selbst abholen. Er würde einen Bekannten vorbeischicken, um das zu erledigen. Um es den Betrügern schwerer zu machen, können Sie Ihren Vornamen im Telefonbucheintrag abkürzen oder ganz löschen lassen. Wie, das erfahren Sie hier.

Enkeltrick: Wie sollte ich reagieren?

  • Geben Sie nie Geld oder Schmuck an Fremde.
  • Geben Sie nie am Telefon Auskunft über Ihre Finanzen.
  • Der Anrufer meldet sich nicht mit Namen und Sie sollen ihn erraten? Tun Sie das nicht. Sagen Sie dem Anrufer, er soll selbst seinen Namen nennen.
  • Sind Sie unsicher, dass der Anrufer ein Verwandter ist? Fragen Sie ihn Dinge, die nur richtige Verwandte wissen können. Oder legen Sie auf und rufen den Verwandten unter der Ihnen bekannten Nummer an.
  • Wenn Sie denken, dass der „Enkeltrick“ bei Ihnen versucht wurde, melden Sie in der Polizei unter 110. Sind Sie Opfer geworden, erstatten Sie Anzeige. Das geht bei jeder Polizeidienststelle oder online.

Neue Masche: Betrüger nutzen Verunsicherung durch Corona

Haustürbetrüger nutzen derzeit die Verunsicherung der Bevölkerung durch Corona. Sie versuchen sich beispielsweise unter dem Vorwand eines Covid-19-Tests Zugang zu Ihrer Wohnung zu verschaffen. Oft geben Sie sich dabei als Polizisten oder Mitarbeiter des Gesundheitsamts aus. Eine weitere Masche: Vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts wollen ihre Wohnung desinfizieren.

Auch der „Enkeltrick“ erfährt eine Neuauflage: Kriminelle geben sich am Telefon als Angehörige aus und wollen Geld für eine Behandlung gegen das Covid-19-Virus. Sie schicken dann einen Boten für die Geldübergabe vorbei.

„Corona-Masche“: Was muss ich wissen, wie sollte ich reagieren?

  • Es gibt keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür.
  • Niemand kommt zu Ihnen, um Ihre Wohnung zu desinfizieren.
  • Wenn Sie jemand anruft und einen kostenpflichtigen Test vereinbaren will, ist das ein Betrugsversuch. Wollen Sie ganz sichergehen, rufen Sie bei Ihrem Arzt oder beim Gesundheitsamt an und fragen Sie, ob ein Corona-Test angeordnet wurde. Nur ein ärztlich/amtlich angeordneter Test ist ein richtiger Test. Der angeordnete Test ist immer kostenlos, die testende Person will in keinem Fall Geld von Ihnen.
  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung.
  • Geben Sie nie Geld an Unbekannte.
  • Sollte Ihnen ein Betrugsversuch widerfahren, melden Sie ihn der Polizei unter 110.