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Stadtentwicklung | Gropiusstadt

Hoch hinaus in unseren Hochhäusern

Wussten Sie, dass das erste Hochhaus Berlins im Auftrag von degewo errichtet wurde? Das war 1922. Seitdem hat sich viel getan. Hochhäuser prägen heute in vielen Bezirken das Stadtbild. Dank immer moderneren Materialien und besserer Technik geht es auch in Berlin hoch hinaus.

So auch in Gropiusstadt: Auf einem bisher unbebauten Eckgrundstück entsteht derzeit ein Neubau, der sich sehen lassen kann. degewo errichtet am Friedrich-Kayßler-Weg ein modernes Wohnhochhaus – sozial und ökologisch nachhaltig.

Ein neues Wohnhochhaus am Friedrich-Kayßler-Weg

Zwei schlanke Baukörper wachsen in der Gropiusstadt in die Höhe. Auf 19 und 21 Stockwerken entstehen 151 Wohnungen in unterschiedlichen Größen: Vermietet werden Ein- bis Fünfzimmer-Wohnungen für Familien, Paare und Singles sowie Wohnungen für Wohngemeinschaften.
Damit das Wohnen bezahlbar bleibt, ist die Hälfte der Wohnungen dauerhaft sozial gebunden. Das heißt, dass sie zu günstigen Mieten an Menschen mit geringen Einkommen vermietet werden.

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Gropiusstadt: Alles andere als grau und trist

Wer bei „Gropiusstadt“ nur an grauen Beton denkt, wird im Friedrich-Kayßler-Weg eines besseren belehrt. Das Wohnhochhaus liegt direkt neben dem Park am Vogelwäldchen, an das sich südlich ein Vogelschutzgebiet und ein Freizeitpark anschließt.

Als Hochhaus befindet sich der Neubau übrigens in guter Gesellschaft, denn in Gropiusstadt steht – neben anderen „Wolkenkratzern“ – auch Berlins höchstes Wohnhaus. Wer ein Gefühl dafür bekommen will, wie hoch es ist, kann beim jährlichen „Tower Run“ die 465 Stufen (das sind rund 100 Höhenmeter auf 29 Stockwerken) erklimmen.

Stadtgestalter²

Wir gestalten die Stadt – mit Weitblick und Verstand. Dabei geht es uns nicht nur darum, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern wir wollen auch, dass sich die Menschen in ihrem Zuhause wohlfühlen. Darum setzen wir bei all unseren Neubauvorhaben auf Mitbestimmung und Mitgestaltung.

Nicht immer durfte man in Berlin hoch bauen

Lange Zeit durften Wohngebäude in Berlin nicht höher als fünf Stockwerke sein. Nicht nur fürchtete man, dass im Brandfall die Bewohnerinnen und Bewohner nicht rechtzeitig in Sicherheit gelangen konnten. Es ging vor allem um Hygienefragen: Hochhäuser würden Licht und Luft schlucken und so die Hinterhäuser benachteiligen. Eine weitere Sorge galt dem Stadtbild, es könnte durch Hochbauten verschandelt werden. Deshalb durften Wohngebäude in Berlin noch in den 1910er-Jahren nicht höher als 22 Meter sein. Nur Türme an Kirchen, Rathäusern und ähnlichen Bauten durften höher hinaus.

Doch Berlin wuchs und wuchs – schlussendlich auch in die Höhe

Doch die Stadt platzte schnell aus allen Nähten. In seinem bahnbrechenden Aufsatz „Das sechste bis achte Stockwerk – eine Forderung für die City“ pochte der königliche Baurat Franz Jaffé (1855-1937) schon 1910 auf eine Wende im Wohnungsbau. Moderne Baustoffe und verbesserte Technik ermöglichten mittlerweile, immer höher, sichere und komfortabler zu bauen. Auf Reisen durch die USA konnten deutsche Architekten bewundern, was unter dem Begriff „Wolkenkratzer“ zu verstehen ist. Nicht nur später weltberühmte Architekten wie Walter Gropius und Mies van der Rohe waren davon beeindruckt. Doch der Erste Weltkrieg erstickte alle Pläne im Keim. Erst zwei Jahre nach Kriegsende kam die Bautätigkeit allmählich wieder in Gang. Und wie es der Zufall will, wurde das erste Wohnhochhaus im Auftrag von degewo erbaut.

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Das erste Hochhaus Berlins am Innsbrucker Platz 4

Noch heute ist das Hochhaus am Innsbrucker Platz ein wahrer Blickfang. Das findet auch degewo-Mitarbeiterin Sabrina, die es als Endpunkt ihres Kiezspaziergangs durch Friedenau wählte. Es wurde als Teil einer Wohnanlage 1922-28 nach Entwürfen der Architekten Paul Mebes (1872-1938) und Paul Emmerich (1876-1958) für degewo errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Das Ensemble hatte im Zweiten Weltkrieg schwer gelitten und wurde nach dem Krieg unter Aufsicht des noch lebenden Architekten Emmerich wiederaufgebaut. Das Hochhaus am Innsbrucker Platz gilt als eines der Paradebeispiele für die moderne Architektur der 1920er-Jahre in Berlin.

Weitere Hochhäuser bei degewo

Sogar ein liegendes Hochhaus befindet sich im Bestand von degewo: die „Schlange“ in der Schlangenbader Straße. Auch sie steht unter Denkmalschutz, als einzigartiges Zeugnis der Architektur der 1970er-Jahre.
Und: Wer schon immer mal wissen wollte, welchen Ausblick man genießt, wenn man ganz oben wohnt, der sollte einen Ausflug nach Marzahn wagen. Dort steht die Aussichtsplattform „degewo-Skywalk“, von wo aus man in 70 Metern Höhe eine atemberaubende Aussicht über Berlin und Umgebung genießen kann.