Um sich langfristig in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen, kommt es auch auf Sicherheit an. Lernen Sie fünf Dimensionen von Sicherheit kennen, um sich im Ernstfall besser schützen und in Ihrer Wohnung geborgen fühlen zu können: von Brandschutz über Einbrüche bis körperliche und mentale Gesundheit.
Feuer vermeiden und im Brandfall richtig handeln
Eine umgefallene Kerze, ein kaputtes Stromkabel oder eine vergessene Herdplatte: In der Wohnung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie ein Feuer entstehen kann. In Deutschland gibt es etwa 200.000 Haus- und Wohnungsbrände pro Jahr. Die häufigste Ursache dafür ist Elektrizität, aber auch menschliches Fehlverhalten macht etwa jeden fünften Brand aus.
Um einen Wohnungsbrand zu vermeiden, gibt es einige wichtige Dinge, auf die Sie im Alltag achten sollten:
- Elektrische Geräte und ihre Kabel prüfen
- Mehrfachsteckdosen nicht überlasten und bei längerer Abwesenheit den Stecker ziehen
- Ungenutzte Elektrogeräte vom Stromnetz nehmen
- Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen
- Nach dem Kochen oder Backen sicherstellen, dass Herd und Backofen ausgestellt sind
Sicherheit durch Rauchmelder
Um die Sicherheit unserer Mieterinnen und Mieter zu gewährleisten, sind in allen degewo-Wohnungen Rauchmelder angebracht. Diese müssen regelmäßig gewartet werden – dafür sind Sie als Mietende verantwortlich. Mit der richtigen Anleitung geht das kinderleicht und Sie retten dadurch vielleicht sogar Leben.
Aber auch mit äußerster Vorsicht kann es passieren, dass ein Brand in Ihrer Wohnung ausbricht. Dann kommt es darauf an, Ruhe zu bewahren und zu wissen, was zu tun ist. Lesen Sie dafür unsere Broschüre „Sicheres Verhalten im Brandfall“.
Wasser in der Wohnung führt zu Kosten und Schimmel
Ebenso wie Feuer ist auch Wasser ein Element, das in den eigenen vier Wänden Gefahrenpotenzial birgt. Die häufigsten Ursachen für einen Wasserschaden sind Rohrbrüche und defekte Geräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschinen. Aber auch Starkregen kann zu Problemen führen, etwa wenn der Keller vollläuft oder sich die Regenmassen auf Dächern und Balkonen sammeln.
Bei einem Wasserschaden ist für Mieterinnen und Mieter keine unmittelbare Gefahr in Verzug, durch Schäden können aber Kosten entstehen und es bildet sich gesundheitsschädlicher Schimmel in der Wohnung. Melden Sie uns deswegen Wasserschäden über unser Serviceportal „meine degewo“ oder an unsere Zentrale Kundenberatung. In Notfällen, etwa bei einem Rohrbruch, rufen Sie uns bitte unter 030 26 485 5000 an.
Einige Wasserschäden lassen sich auch vermeiden oder bereits früh erkennen, bevor es zu spät ist. Seien Sie deswegen achtsam bei Anzeichen wie einem tropfenden Wasserhahn oder einem Leck und melden Sie diese an uns. Lassen Sie die Waschmaschine und den Geschirrspüler nur in Ihrer Anwesenheit laufen und drehen Sie bei längerer Abwesenheit den Haupthahn in Ihrer Wohnung zu.
Einbruch: Dieben keine Chance geben
Ein Gefühl von Sicherheit trägt entscheidend zum Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden bei. In Berlin gab es im Jahr 2024 etwa 8.500 Wohnraumeinbrüche – insbesondere in den dunklen Wintermonaten sind die Fallzahlen hoch. Dabei können schon kleine Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen beitragen, zum Beispiel eine aufmerksame Nachbarschaft oder keine Aufbewahrung von Ersatzschlüsseln im Umfeld der Wohnung.
Wer unbesorgt in den Urlaub fahren möchte, kann während der Abwesenheit auch einen Schlüssel an eine vertraute Person geben, damit der Briefkasten regelmäßig geleert wird und es keine Anzeichen für eine längere Abwesenheit gibt. Weitere Tipps und Tricks zum Schutz vor Einbrüchen finden Sie in diesem Artikel.
Richtig vorbereiten für Katastrophen
In seltenen Fällen kann es auch in Deutschland zu Katastrophen kommen, etwa durch Extremwetterereignisse, eine globale Pandemie wie Covid-19 oder langfristige Stromausfälle. Mit guter Vorbereitung wird die eigene Wohnung im Ausnahmefall zu einem sicheren Hafen. Die wichtigsten Punkte dabei sind:
- Ausreichend Essen, Trinken und Medikamente sowie Verbandszeug auf Vorrat haben
- Informationen und Warnungen erhalten, auch wenn der Strom langfristig ausfällt
- Dokumente sicher aufbewahren
- Notgepäck bereithalten
- In der Nachbarschaft vernetzen und Menschen helfen, die auf Unterstützung angewiesen sind
Für weitere Informationen lesen Sie die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Körperliche und mentale Gesundheit im eigenen Zuhause
Nicht nur in Krisen- und Katastrophensituationen kann die körperliche und mentale Gesundheit leiden. Auch im Alltag ist es wichtig, auf Geist und Körper zu achten. Dabei spielt die Wohnsituation eine entscheidende Rolle. Im Alter kann die eigene Wohnung allerdings zu einem echten Hindernisparcours werden. Wir unterstützen Sie gemeinsam mit unserer Tochtergesellschaft SOPHIA, Ihr Zuhause sicher und barrierearm zu machen.
Neben einer sicheren und gemütlichen Wohnung kommt es auch auf ausreichend soziale Kontakte und Bewegung an der frischen Luft an, um langfristig körperlich und mental gesund zu bleiben. In unseren degewo-Kiezen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in der eigenen Nachbarschaft aktiv zu werden und Kontakte zu knüpfen. Entdecken Sie unsere Nachbarschafts-Projekte und Mitbestimmung in Ihrem Kiez.