Auch wenn Deutschland zu einem der sichersten Länder der Welt gehört, kann es hierzulande zu Katastrophen kommen, die das Leben maßgeblich einschränken – sei es durch Stromausfälle oder Extremwetterereignisse. Mit guter Vorbereitung machen Sie Ihre degewo-Wohnung zu einem sicheren Ort in der Not.
Katastrophen treten oft plötzlich und unverhofft auf – das macht den Umgang mit ihnen besonders herausfordernd. Ein kaputtes Stromkabel oder ein besonders heftiger Sturm kann selbst eine Millionenstadt wie Berlin lahmlegen. Trotzdem gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Das gelingt am besten, wenn Sie gut für den möglichen Ernstfall gewappnet sind. Dazu zählt ein Vorrat an Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten, aber auch hilfreiche Tools wie geladene Powerbanks, Taschenlampen und Camping-Kocher. Wir zeigen Ihnen, was Sie auf Vorrat haben sollten, welches Verhalten im Ernstfall richtig ist, wo Sie Infos und Hilfe bekommen und wie wir von degewo Sie unterstützen können.
Was ist eine Katastrophe?
Bei Katastrophen handelt es sich um ein Ereignis, bei dem das Leben oder die Gesundheit von vielen Menschen gefährdet ist. Auch wenn die natürliche Lebensgrundlage oder bedeutende Sachwerte in besonderem Maße gefährdet oder geschädigt sind, wird von einer Katastrophenlage gesprochen. Ihre Heizung ist kurzzeitig ausgefallen oder das Internet in Ihrem Wohnhaus funktioniert nicht? Das ist noch kein Grund zur Sorge. Auch solche Schäden nehmen wir ernst, als Katastrophe gelten sie allerdings nicht.
Notvorrat: Das sollten Sie zu Hause haben
In Mietswohnungen ist oft wenig Platz, dennoch ist ein gut gefüllter Vorrat wichtig. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät dazu, einen Notvorrat für mindestens drei Tage anzulegen. Beim Umfang kommt es darauf an, wie viele Personen sich in Ihrem Haushalt befinden und ob es besondere Bedürfnisse gibt, die zu berücksichtigen sind.
Achten Sie dabei darauf, dass Lebensmittel lange haltbar sind, keine Kühlung benötigen und nicht aufwendig gekocht werden müssen. Fällt der Strom aus, können Kühlschrank, Herd, Mikrowelle und Co. nicht genutzt werden. Auch andere Hilfsmittel wie Radio, Beleuchtung, Warmwasser oder Heizlüfter sind im Falle eines Stromausfalls keine Hilfe. Denken Sie außerdem an ausreichend Trinkwasser – im Ernstfall kann das Leitungswasser verunreinigt werden oder gänzlich ausfallen.
Essen und Trinken:
- Trinkwasser (ca. 2 Liter pro Person pro Tag)
- Haltbare Lebensmittel (z. B. Konserven, Riegel, Knäckebrot)
- Gas- oder Campingkocher (+ Gas-Kartuschen)
- Wenn nötig: Tierfutter und Babynahrung
Wärme und Licht:
- Taschenlampe (+ Batterien)
- Kerzen und Feuerzeug
- Decken, Schlafsäcke und warme Kleidung
- Wenn möglich: stromlose Heizgelegenheit (+ Brennstoff)
Sonstiges:
- Persönliche Medikamente und Schmerzmittel
- Erste-Hilfe-Material
- Hygieneartikel
- Mappe oder USB-Stick mit wichtigen Dokumenten
- Bargeld
Das BBK empfiehlt außerdem, ein Notgepäck bereitzuhalten. Wenn der Strom im Winter länger ausfällt oder es zu anderen Katastrophen kommt, bei denen Sie Ihre Wohnung verlassen müssen, ist es wichtig, einen Rucksack oder Koffer mit allem Nötigen griffbereit zu haben. Denken Sie beim Verlassen der Wohnung außerdem an Ihr Mobiltelefon, Schlüssel, Ihre Geldbörse und Ausweisdokumente. Eine Checkliste für Ihren Notvorrat und das Notgepäck finden Sie im Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des BBK.
Auch wenn ein guter Vorrat wichtig ist, horten Sie nicht unnötig viele Lebensmittel und Notfallartikel. In Zeiten von Krisen kommt es besonders auf Solidarität und ein gemeinschaftliches Miteinander an – wenn Sie selbst ausreichend versorgt sind, helfen Sie auch Menschen in Ihrem Umfeld.
Informationen und Kommunikation sichern
Wenn eine Katastrophe eintritt ist es besonders wichtig, gesicherte Informationen und offizielle Warnungen zu bekommen. Dabei kann eine Warn-App helfen, die direkt Meldungen auf Ihr Mobiltelefon sendet, z. B. die Warn-App NINA. Bricht allerdings das Mobilfunknetz zusammen oder der Strom fällt aus, können Sie auf diesem Weg keine Warnung erhalten. Halten Sie für solche Situationen ein Kurbel- oder batteriebetriebenes Radio bereit, um weiterhin informiert zu bleiben und Schutz- und Hilfsmöglichkeiten zu erfahren.
Bleiben Sie außerdem im Kontakt mit der Nachbarschaft, Freundeskreisen und der Familie – so können Sie selbst wichtige Informationen bekommen oder andere über Gefahrenlagen und Hilfsmöglichkeiten informieren. Sind die Kontaktmöglichkeiten durch einen Zusammenbruch des Netzes eingeschränkt, achten Sie auf eventuelle Lautsprecherdurchsagen und Sirenen und vernetzen Sie sich mit Menschen in Ihrem unmittelbaren Umfeld. Helfen Sie einander und geben Sie auch auf Menschen acht, die besonders auf Unterstützung angewiesen sind.
Lassen Sie sich aber auch nicht von Gerüchten und Falschinformationen verunsichern oder in Panik versetzen. Vertrauen Sie auf mit Fakten belegte Quellen und befolgen Sie behördliche Ansagen.
Anlaufstellen und Unterstützung in Berlin
In Berlin gibt es sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme, die in Notsituationen Informationen und Hilfeleistungen bieten. Eine Übersicht über die Katastrophenschutz-Leuchttürme finden Sie auf der Website der Berliner Senatsverwaltung.
Wenn Sie sich in medizinischen Notlagen oder akuten Gefahrenlagen befinden, wählen Sie umgehend den Notruf 110 für die Polizei oder 112 für die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Ist das nicht möglich, können Sie auch Einsatzkräfte direkt vor Ort ansprechen oder eine Polizeistation, Feuerwehrwache oder ein Krankenhaus in Ihrer Nähe aufsuchen. Auch Mitarbeitende von Verkehrsbetrieben wie der BVG, Deutschen Bahn oder Taxiunternehmen können per Funk kommunizieren und Hilfe anfordern.
Auch wir bei degewo versuchen unsere Mieterinnen und Mieter in Katastrophenfällen bestmöglich zu unterstützen. Sie erreichen uns rund um die Uhr über unser Serviceportal „meine degewo“ sowie in Notfällen über unsere Servicenummer 030 26485-5000. Über unser Tochterunternehmen SOPHIA können wir Mieterinnen und Mieter bei Bedarf unterstützen – zum Beispiel bei Einschränkungen im Alltag, etwa durch den Ausfall von Aufzügen, oder bei weiteren individuellen Hilfebedarfen im Zusammenhang mit einem Stromausfall.
Wenn Sie in diesem Zusammenhang Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an unsere Zentrale Kundenberatung. Unsere Kolleginnen und Kollegen vermitteln Ihnen bei Bedarf passende Unterstützung über SOPHIA.